INHALT: auch im Vergleich zu anderen deutschen Netzbetreibern stets eine sehr hohe Verfügbarkeit aufwies. Gegen den generellen Erlösabbau im Stromnetz, der aus Sicht der ESTW wesentliche Vorgaben der Anreizregulierungsverordnung und höherrangigen Rechts missachtet, befinden sich die ESTW weiterhin im Rechtsstreit mit der Regulierungsbehörde. Die Energiemärkte waren im Jahr 2010 durch sinkende Strompreise bei gleichzeitig steigenden Rohstoffpreisen (Öl, Kohle und Gas) geprägt. Damit ergeben sich für die Vermarktung von Strom aus dem HKW sinkende Margen. Für die Zukunft erwarten die ESTW hier durch die Stilllegung größerer Kraftwerkskapazitäten in Deutschland eher wieder steigende Renditen. Zur Margensicherung der auf Erdgas basierenden Stromproduktion wurden Rohstoffderivate erworben. Die ESTW haben im Allgemeinen weiterhin eine starke Position durch ihre Kundenähe bei gleichzeitig wettbewerbsfähigen Preisen. Als 100%ige Tochter der Stadt Erlangen (und damit ihrer Bürger) besteht eine starke emotionale Bindung der Kunden an ,,ihr" Unternehmen. Somit rechnen die ESTW langfristig mit einem weiterhin sehr hohen Marktanteil im Stadtgebiet. Die intensive Bearbeitung der Beschaffungsmärkte durch die Regnitzstromverwertung AG und die enPlus eG, an der die ESTW zu 33,3 % bzw. zu 8,3 % beteiligt sind, gibt den ESTW sowie den anderen beteiligten Stadtwerken die Chance, von den Marktvolatilitäten zu profitieren. Generell stellen die heftigen Preisschwankungen auch ein Risiko für das Ergebnis dar. Durch entsprechend vorsichtige Ansätze sind diese Risiken jedoch ausreichend in der Unternehmensplanung berücksichtigt. mit dem Ziel im Vordergrund, dass bis zum Jahr 2020 über eine Million und bis zum Jahr 2030 über sechs Millionen neue Elektrofahrzeuge zugelassen werden. Für die deutschen Gasnetzbetreiber war hingegen das Jahr 2010 bereits wieder das Basisjahr zur Bestimmung des Ausgangsniveaus der Erlösobergrenze für die zweite Regulierungsperiode im Rahmen der seit 1. Januar 2009 geltenden Anreizregulierung. Das Basisjahr für die Stromnetzbetreiber schließt sich jetzt entsprechend im Jahr 2011 an. Ab 1. Januar 2012 ist zudem der Start der Qualitätsregulierung, zumindest für den Strombereich, nach dem am 15. Dezember 2010 veröffentlichten Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur zur Ausgestaltung des sogenannten Qualitätselements vorgesehen. Das Qualitätselement soll dabei in die Regulierungsformel zur Ermittlung der jährlichen Erlösobergrenzen eingehen und damit die zulässigen Erlöse der Netzbetreiber beeinflussen. Hierbei ist beabsichtigt, den jeweiligen Malus bzw. Bonus auf maximal 3,5 % der Erlösobergrenze zu beschränken. Am 11. März 2011 schockte eine Naturkatastrophe das schwerste Erdbeben in der Geschichte Japans und ein Tsunami die Welt. Zahlreiche Dörfer und Ortschaften wurden vernichtet. Die Folge waren ca. 25.000 Todesopfer, rund eine halbe Million Japaner wurden obdachlos. Nach Zusammenbruch der Stromversorgung und Zerstörung der Notstromaggregate drohte durch Ausfall des Kühlsystems die Gefahr einer Kernschmelze in mehreren Atomreaktoren. Es begann ein verzweifelter Kampf gegen den atomaren GAU. Einen Monat später ordnete Japans Atomaufsicht die Katastrophe in die höchste Risikostufe 7 ein. Am schlimmsten betroffen war das Kernkraftwerk Fukushima. Hier lag die Radioaktivität tausendfach über dem Normalwert, Menschen wurden schwer verstrahlt. Diese Ereignisse entfachten in Deutschland die Atomdebatte wieder. Kanzlerin Angela Merkel kündigte die Überprüfung der Sicherheitsstandards für Atomreaktoren an. Die im Herbst 2010 beschlossene Verlängerung der Atomlaufzeiten wird für drei Monate ausgesetzt und vorübergehend werden sieben alte Atommeiler abgeschaltet. Ob dieses Ereignis grundlegende Auswirkungen auf den Energiesektor hat, wird die Zukunft zeigen. Die ESTW haben bereits in der Vergangenheit mit dem Betrieb eines Wasserkraftwerkes, eines Heizkraftwerkes mit hohem Wirkungsgrad, mit mehreren Blockheizkraftwerken und verschiedenen Photovoltaikanlagen die Aspekte der Ökologie und der Effizienz bei der Energieerzeugung berücksichtigt. In Zukunft investieren die ESTW in großem Umfang auch in Biogas- und Windkraftanlagen. Ab 1. Januar 2011 bieten die ESTW mit ERconomy NaturWatt® ein reines Ökostrom-Produkt an. Dieser Strom wird ausschließlich aus Erneuerbaren Energien ESTW Erlanger Stadtwerke 17 Wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland Die energiewirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2010 in Deutschland wurden im Wesentlichen durch die Beschlüsse der Bundesregierung zum Energiekonzept im September 2010 geprägt. Wichtige Ziele der Energiepolitik bis zum Jahr 2050 stellen dabei der Ausbau der Erneuerbaren Energien von derzeit etwa 17 % des Bruttostromverbrauchs auf etwa 80 % und eine Reduzierung der deutschen Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 % gegenüber dem Stand von 1990 dar. Bis Ende 2011 sollen zudem im Rahmen eines 10-Punkte-Sofortprogramms unter anderem die ersten zehn Offshore-Windparks gefördert, die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 gesetzlich geregelt, die zukünftige Netzausbauplanung in Deutschland abgestimmt und die Regelung von Netzanschlüssen geändert werden. Beim Straßenverkehr steht ferner im Energiekonzept der Bundesregierung die Entwicklung der Energiemobilität