INHALT: Konzern-Lagebericht erzeugt, wobei eine Hälfte des Stroms aus neuen bzw. teilerneuerten Anlagen stammt, die andere Hälfte wird von Altanlagen erzeugt. Erwirtschaftete Gewinne werden ausschließlich für den Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien verwendet. Die Nachfrage der ESTW-Kunden nach diesem Produkt ist mittlerweile so groß, dass die bestellte Menge aufgestockt werden musste. Die deutsche Wirtschaft bleibt trotz Atomkatastrophe in Japan und Unruhen im ölreichen Nordafrika auf starkem Wachstumskurs. Die führenden Forschungsinstitute rechnen für das Jahr 2011 mit anhaltendem Aufschwung mit einer Zunahme des BIP von 2,8 %. Erdgas Netz Die Transportmenge wird in den Folgejahren bei rund 1.000 Mio. kWh p. a. liegen. Die Prognose für den Bereich Erdgas Netz sieht unter Zugrundelegung der Netzentgelte im Rahmen der genehmigten Erlösobergrenze weiterhin ein positives Jahresergebnis vor. Erdgas sonstige Aktivitäten Der Erdgasabsatz wird voraussichtlich in den nächsten Jahren leicht rückläufig sein. Dabei ist eine Verschärfung des Wettbewerbes mit möglichen Kundenverlusten bereits berücksichtigt. Das Ergebnis der sonstigen ErdgasAktivitäten wird weiterhin im positiven Bereich liegen. Konzernausblick Im Jahr 2011 wird das Investitionsvolumen des ESTWKonzerns voraussichtlich rund 24,4 Mio. betragen. Berücksichtigt sind hierin notwendige Erweiterungen bzw. Erneuerungen der Netze, der Gewinnungs- bzw. Produktionsanlagen insbesondere die Anschaffung einer weiteren Gasturbine für das Heizkraftwerk und Investitionen in Windkraftanlagen und die Anschaffung von Bussen für den öffentlichen Personennahverkehr. Die Absatz- und Umsatzprognosen berücksichtigen die derzeitigen gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisse der Energie- und Wasserversorgung nehmen die Witterung, die konjunkturelle Entwicklung sowie drohende behördliche Eingriffe. Sonstige Aktivitäten Wärme Netz und Wärme sonstige Aktivitäten Gestiegene Tariflöhne zum 1. Januar 2011 sowie höhere Brennstoffkosten bewirkten, dass die ESTW die Fernwärmepreise zum 1. April 2011 anheben mussten. Die mittelfristige Planung sieht weiterhin eine nahezu konstante Einspeisung ins Fernwärmenetz sowie Nah- und Fernwärmeabgabe vor, sofern sich witterungsbedingt keine Besonderheiten ergeben. Mittelfristig werden die Wärme Netz- und sonstigen Wärme-Aktivitäten überwiegend ein positives Jahresergebnis erzielen. Wasser Netz und Wasser sonstige Aktivitäten Die für die Folgejahre geplante Einspeisung ins Wassernetz und die geplante Wasserabgabe wird im Wesentlichen nur Witterungsschwankungen unterliegen. Mit einem leichten Absatzrückgang durch wassersparendes Verhalten der Bürger ist zu rechnen. Bei unverändertem Wasserpreis wird dieser Geschäftsbereich mittelfristig negative Jahresergebnisse ausweisen. Stadtverkehr Die mittelfristige Unternehmensplanung für die Jahre 2011 bis 2015 basiert auf dem seit Dezember 2010 gültigen Verkehrsangebot im Stadtverkehr Erlangen. Zusätzliche Änderungen, die sich im Rahmen der Überarbeitung des Nahverkehrsplanes aufgrund der Ausrichtung des Fahrplanes auf die S-Bahn und durch die Erschließung von Neubaugebieten ergeben und zu Mehrkosten führen, sind nicht berücksichtigt. Die zum 1. Januar 2011 erfolgte Tariferhöhung der Fahrpreise um durchschnittlich 3,08 % und weitere jährliche Fahrpreiserhöhungen sind im Plan vorgesehen. Der Verlust des Stadtverkehrs wird in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung einer ErtragssteuerGutschrift zwischen 2,2 Mio. und 2,4 Mio. in einer Größenordnung zwischen 5,2 Mio. und 5,5 Mio. liegen. Die VGN-Tarife werden jährlich nach einem ÖPNV-Kostenindex fortgeschrieben; da die Fahrpreiserhöhungen die Aufwandssteigerungen der Betriebsführung nicht kompensieren können, führt diese Regelung zu einer jährlichen, kontinuierlichen Erhöhung des Verlustes. Elektrizität Netz Die Transportmenge wird sich in den kommenden Jahren nur unwesentlich verändern. Für den Netzbereich erwarten die ESTW unter Zugrundelegung der Netzentgelte im Rahmen der genehmigten Erlösobergrenze weiterhin ein positives Jahresergebnis. Elektrizität sonstige Aktivitäten Der Stromabsatz wird voraussichtlich in den nächsten Jahren leicht rückläufig sein. Dabei ist eine Verschärfung des Wettbewerbes mit möglichen Kundenverlusten bereits berücksichtigt. Aufgrund des verstärkten Ausbaus der Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien stieg die bundesweit einheitliche EEG-Umlage ab 2011 von netto 2,047 Ct/kWh auf 3,530 Ct/kWh. Ausschließlich diese Mehrbelastung wurde mit einer Preisanhebung zum 1. Januar 2011 an die ESTW-Kunden weitergegeben. Die sonstigen Elektrizität-Aktivitäten werden auch in Zukunft positive Ergebnisse erwirtschaften. 18 ESTW Erlanger Stadtwerke